| | 8 | | | Es weiß der Lutheraner noch als Sänger,
Daß aufgetragen ihm das Reich der Gnade,
Verschwiegen seien ihm darum nicht länger
Der großen Ahnen so beherzte Pfade.
Nicht weil ihr Werk wie Phoenix aus der Asche
Einst wiederkomm in einer guten Stunde,
Denn daß man schaff, nicht Ungefähres hasche,
Liegt jedem wahrhaft großem Werk zugrunde.
Dem Preußenkönig, der so wenig Liebe
Bei Zeitgenossen fand und bei Chronisten,
Lobsing ich, wo die Heiligen der Diebe
Ausgeben sich als überlegne Christen.
Daß Gottes Segen ruhte auf dem Manne,
Bezeugte schon der große Kindersegen,
Daß er als Ochs sich vor den Karren spanne,
Wars ihm, das Evangelium auszulegen.
Man pönt geringe Bildung und despotisch,
Daß Pagen er nicht mocht und Rechtsverdreher,
Daß er die Sünde haßte, nennt psychotisch
Der Schweinekrämer wie der Eckensteher.
Dem Kronprinz war es schwer mit diesem Vater,
Wenn Musengunst die Mutter bringt als Erbe,
Wo Feste groß am Zwinger und am Prater,
Sah er nur Drill und Arbeit und Gewerbe.
Den Hang zum Leichtsinn und fürs Luxuriöse
Begriff er gleichwohl, wenn auch widerwillig,
Als Netz, gefügt, damit man es nicht löse,
Denn was da billig scheint, ist nicht so billig.
Und wenn er als Regent sich manches leisten
Wohl konnte, war ihm dabei recht geläufig
Das Wissen, das gegeben nicht den meisten:
Solch guter Grund ist weltweit nicht so häufig. |
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