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SONNENBLUME | Für den Inka gottgesichtig,
Einaug ohne Seitensprung,
Alle Welt ist null und nichtig
Zwischen Früh und Dämmerung,
Nur Apoll in seinem Wagen
Schaust du, Clytia, liebestoll,
Und du weißt nur eins zu sagen,
Und dies ist dein Gott, Apoll.
Groß bist du, die Wimpern flammen,
Um das Aug, das irden braun,
Alles sagt, woher wir stammen,
Was uns atmen läßt und schaun,
Blatt und Knospe wandern täglich,
Doch der Fruchtstand weist nach Ost,
Ist das Anschaun auch unsäglich,
Bleibt dein Pol die Morgenpost.
Zur Bewegung ausgestattet,
Mahnst du mich an Hirsch und Hund,
Daß der Sonnenstrahl dich gattet,
Reifen Odem, Lippe, Mund,
Ist die Zahl der Preiser mächtig,
Knien der Schwestern viel im Feld,
Schwelgst du dennoch sonnandächtig,
So, als wärst nur du die Welt. |
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