| | 231 | | | Schöpfung, hell-geheimnisvoll,
Vielfalt, die aus Einheit quoll,
Meisterin, die foppt und neckt,
Offenbar und gut versteckt,
Was nicht fremden Zielen front,
Einzig dem, was innewohnt,
Uns zu groß und uns zu klein,
Denn sie schlingt uns allseits ein,
Wer vor dir nach Freiheit griff,
Glich Gesäm auf totem Riff.
Stein, bedächtig und beprägt,
Wagstück, das Gebirge trägt,
Lava, Schiefer, Riff, Kristall,
Grotte, Meteorenfall,
Flammenschläger und Fossil,
Grundsubstanz und reines Spiel,
Kraft, die aus der Ruhe stahlt,
Und mit kargen Tönen malt,
Ohr zum Innenhof, Geraun
Königsweg, das Heil zu schaun.
Blume, Stern der Weidenflur,
Himmelslicht und Götterspur,
Aug, das leuchtet und nichts hält,
Morgenschöne aller Welt,
Was da qualt, ist dir Insekt,
Wo der goldne Nektar steckt,
Ist das Weltgeheimnis nah,
Aleph, Beth und Omega,
Das im Blühn der Freud, des Leids
Immer Gabe, niemals Geiz. |
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